Ausgezeichnet: Interessantestes Konzertprogramm der Spielzeit 2018/2019

Die Jury des Deutschen Musikverlegerverbandes DMV  verlieh den Preis für das „Beste Konzertprogramm der Spielzeit an das Philharmonische Staatsorchester Mainz unter Leitung von GMD Hermann Bäumer und Orchesterdirektor Schätz.

Das Orchester verbinde mit seinen Sinfoniekonzerten programmatisch umsichtig und in selbstverständlicher Manier das klassische Repertoire mit anregenden  Wieder- und Neuentdeckungen, so der DMV-Präsident Dr. Axel Sikorski.

Zwei besondere Konzertformate sprachen ebenfalls deutlich für das Mainzer Orchester: In der Reihe „Auf Wiederhören“ entscheidet das Publikum, welches zeitgenössische Werk in der kommenden Spielzeit wieder aufgenommen werden soll, und beim „Mainzer Komponistenportrait“ steht ein Wochenende ganz im Zeichen eines Komponisten und Interpreten der Gegenwart. 

Das Philharmonische Staatsorchester Mainz überzeuge durch die konsequente Arbeit am unverwechselbaren Profil. Die Programmgestaltung beziehe das treue Stammpublikum des Orchesters ebenso ein wie das Publikum der Zukunft.

Theaterfest zur Spielzeiteröffnung 2019/2020

Am Samstag, 24. August wird mit dem traditionellen Fest die neue Spielzeit am Staatstheater Mainz eröffnet. Neben einem reichhaltigem Programm von Theater und Orchester präsentieren sich auch die Förderinstitutionen auf dem Triton-Platz ab 11 Uhr.

http:// www.staatstheater- mainz.com/web/veranstaltungen/extras/theaterfest

Zwischen 11 und 12 Uhr  besteht Gelegenheit, sich über die Arbeit der Stiftung Mainzer Theaterkultur und der Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz mit dem Stiftungsvorsitzenden Dr. Michael E. Coridaß am Stand der Theaterfreunde auszutauschen.

M.O.S 2019/2020 an Cellist Wei-Cheng Wang

Der vom Philharmonischen Staatsorchester Mainz für das Mainzer Orchester Stipendium M.O.S zur gerade begonnenen Spielzeit ausgewählte Stipendiat Wei-Cheng Wang wurde in Tainan (Taiwan) geboren. Er spielt seit seinem achten Lebensjahr Cello und gewann in seiner Heimat schon in seiner Jugend zahlreiche Solo-und Kammermusikwettbewerbe, sowohl mit seinem Hauptinstrument, Cello, als auch am Klavier. Im Jahr 2009 bestand er mit einer ausgezeichneten Note die Aufnahmeprüfung der Tainan National University of Arts.

Seit dem Jahr 2011 studiert er an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Wen-Sinn Yang. Während seines Studiums wirkte er an zahlreichen Uraufführungen im Bereich der Neuen Musik mit. Außerdem trat er zusammen mit dem Cello-Ensemble „Cellissimo“ unter der Leitung seines Lehrers mehrmals im Rahmen der Odeonskonzerte auf. Mit diesem Ensemble fand auch eine Live-Produktion mit dem Bayrischen Rundfunk statt.

Im Jahr 2015 absolvierte Wang mit einer hervorragenden Note die Abschlussprüfung in München und studierte dort weiter im Master-Studiengang bei Prof. Wen-Sinn Yang. Im Jahr 2017 gewann er das Audition vom Verein YEHUDI MENUHIN Live Music Now. Ab Sommer 2017 studierte er im Kammermusik-Master-Studium (Besetzung: Klaviertrio) bei Prof. Friedemann Berger. 2018 absolvierte er dieses Masterstudium mit Note 1.0 und setzte sein Studium in der Meisterklasse (Konzertexamen) fort.

Wang besuchte Meisterkurse bei David Geringas, Frans Helmerson,Wolfgang Boettcher, Natalia Gutman, Jens Peter Maintz, Peter Bruns , Troels Svane ,Wolfgang Emanuel Schmidt ,Gustav Rivinius und Michael Sanderling.

Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester finanziert das M.O.S, das bereits über zehn Mal ausgelobt wird.

Staatssekretär Dr. Alt im Stiftungsbeirat

Als für die Kultur zuständiger Minister hat Prof. Dr. Konrad Wolf mit Wirkung zum 1. März Staatsekretär Dr. Denis Alt in den Stiftungsbeirat entsandt. Gemäß der Satzung der Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz gehört ein Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur dem Beirat an.

Dr. Alt studierte Volkswirtschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und wurde dort zum Dr. rer. pol. promoviert. Nach verschiedenen Funktionen in  rheinland-pfälzischen Landesministerien war er von  Juli 2014 – Februar 2019 Mitglied des Landtages. Am 20. Februar gab Ministerpräsidentin Malu Dreyer seine Ernennung zum Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur bekannt.

„Gehen Sie stiften“ – Benefizkonzert und Jahresempfang 2019

Anläßlich des Konzertes zum Neuen Jahr am Sonntag 6. Januar hatte Dr. Wolfgang Litzenburger als Vorstandsmitglied der Theaterstiftung und Vorsitzender der Theaterfreunde Mainz die Begrüßung zu Beginn des Konzertes übernommen. Er hob die win-win-Situation einer Benefizveranstaltung hervor, indem das Publikum einen schönen Abend habe und die Stiftung Mainzer Theaterkultur einen Teil der Eintrittsgelder erhalte .

Obwohl Besucherzahlen stiegen, die meisten Aufführungen, vor allem im Tanztheater, ausverkauft seien, Stadt und Land das Staatstheater Mainz mit über 20 Mio. € Zuschuss ausstatten, sei der finanzielle Spielraum sehr eng. Trotz vielfacher Auszeichnungen für die künstlerische Arbeit so z.B. mit dem Theaterpreis Faust, zähle das Staatstheater Mainz gemessen am Haushalt zu den kleinsten Staatstheatern Deutschlands. Bei einem so knappem Finanzrahmen und einem künstlerisch so anspruchsvollen Programm seien Finanzierungslücken nicht die Ausnahme. Hier helfe die Stiftung, in „2017 waren es beispielsweise gut 40.000 € “.

Für 2019/2020 stehe ein weiteres Großprojekt unseres so tatkräftigen Theaterintendanten ins Haus, um das Große Haus, für die Besucher noch attraktiver zu machen; auch daran werde sich die Stiftung beteiligen. Dr. Litzenburger schloß: „Das Mainzer Staatstheater hat zwar schon viele Stifter, doch Stifter kann man nie genug haben. Deshalb gehen sie stiften, aber erst morgen. Heute Abend wünschen wir Ihnen eine gute Unterhaltung und gute Unterhaltungen und danach noch 360 glückliche Tage im Jahr 2019“. Er kündigte einen unterhaltsamen Abend im Staatstheater mit dem Philharmonischen Staatsorchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer an, dem herzlich für die Zusammenarbeit bei diesem Konzert zu danken sei.

Anläßlich des Jahresempfangs für Freundinnen und Förderer, der Theater- und der Orchesterstiftung vor dem Neujahrskonzert zeigte der Vorsitzende, Dr. Michael Coridaß, sich durchweg zufrieden mit der Entwicklung der Stiftungsaktivitäten in den letzten 15 Jahren.

Die Stiftung Mainzer Theaterkultur bestehe seit Oktober 2003. Diese zukunftsweisende Initative ging vom Vorstand der Theaterfreunde Mainz aus. So war es erfreulich, daß Coridaß viele Gründungstifter, Zustifter und Spenderinnen begrüßen konnte und Ihnen allen seinen herzlichen Dank für ihr finanzielles und ideelles Engagement aussprach. Herzlich willkommen hieß er Markus Müller und Hermann Bäumer, Volker Bierwirth und Claudius Hübsch sowie alle Mitarbeit* innen des Hauses, denen er für das vertrauensvolle Zusammenwirken besten Dank aussprach.

„Staatstheater und Staatsorchester machen uns dank künstlerischer Exzellenz viel Freude. Kreative Überraschungen bieten Gesprächs- und Diskussionsstoff in Stadt, Rhein-Main-Region, ja bundesweit ! Die Stiftung wurde mit rd. 25.000 € errichtet, heute hat das Stiftungskapital mit freien Rücklagen die 150.000 € Grenze fast erreicht. Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz liege mit gut190.000 € schon etwas darüber, so der Stiftungsvorsitzende.

Nun seien diese Beträge für Stiftungen, die eigentlich aus den Vermögenserträgen ihre Projekte finanzieren, noch nicht ausreichend. Bei den derzeit minimalen Kapitalerträgen und Zinssätzen spielten aber Spenden im Moment die ausschlaggebende Rolle: „Es sind Ihre Zuwendungen, mit denen wir in den letzten fünf Jahren das Fördervolumen deutlich erhöhen konnten. Aber auch an Erbschaften und Vermächtnisse ist künftig zu denken. Wir wissen – Kultur kostet Geld. Wir Stiftungsverantwortliche wollen konkrete Ideen mit finanziellen Mitteln ausstatten, übernehmen so kulturell-gesellschaftliche Mit-Verantwortung.“ Die Vertragsverlängerung des Intendanten sichere personelle Kontinuität bis 2024. Viele Ideen von Markus Müller seien so überzeugend, daß sich viele Bürger aus der Region einbringen. Dass dies auch 2019 so bleiben werde, wünsche er allen, die sich für Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert begeistern können.

In seinem Grußwort dankte der Intendant der Theaterstiftung für die vielfältige fruchtbare Zusammenarbeit. Er skizzierte seine künftigen Pläne, um die Verhältnisse im großen Haus für das Theaterpublikum zu verbessern und deutlich angenehmer zu gestalten.

Konzert zum Neuen Jahr 2019

Am Sonntag, dem 6. Januar 2019, Beginn 19 Uhr, erklingt das traditionelle BENEFIZKONZERT ZUM NEUEN JAHR im Großen Haus , eine Kooperationsveranstaltung des Staatstheaters Mainz und Stiftung Mainzer Theaterkultur.

Das Philharmonisches Staatsorchester Mainz unter Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer präsentiert:

  • Engelbert Humperdinck | Konzertouvertüre zu DIE KÖNIGSKINDER
  • Josef Strauß | Wiener Kinder. Walzer op. 61
  • Johann Strauß (Sohn) | Kinderspiele. Polka française op. 304
  • Erich Wolfgang Korngold | Straussiana
  • Eduard Strauß | Außer Rand und Band. Polka schnell op. 168
  • Claude Debussy | Petit Suite (orch. Henri Büsser). daraus: En bateau | Cortege | Ballet        
  • Emmanuel Chabrier | Rondeau du colporteur (Arie der Lazuli) Je suis Lazuli aus L’ETOILE (Hyemi Jung, Mezzosopran)
  • Fête Polonaise aus LE ROI MALGRÉ LUI
  • Francis Poulenc | La dame de Monte Carlo. Monologue sur un poème de Jean Cocteau pour Soprano et orchestre (Hyemi Jung)
  • Jacques Offenbach | Ouvertüre zu LA FILLE DU TAMBOUR-MAJOR

Klaus Wallendorf, Berlin,  begleitet das Konzert geistreich-ironisch mit seiner Moderation.

Die Mezzosopranistin Hyemi Jung ist Preisträgerin des Examenswettbewerbs 2018 der Hochschule für Musik Mainz. Ihre Mitwirkung ist ein Zusatzpreis des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz

Ein Teil des Eintrittspreises kommt als Benefizertrag der Stiftungsarbeit zugute.

Für Pauken und Trompeten

Nach der vor einigen Jahren mitfinanzierten Anschaffung einer neuen Harfe  leistet die Orchesterstiftung nunmehr finanzielle Hilfe beim Kauf von Barockinstrumenten. 

Durch die Förderung der Stiftung Staatsorchester Mainz war es dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz möglich, zwei Barockpauken der renommierten Firma Kolberg Percussion zu erwerben. Diese Pauken mit handgehämmerten Kupferkesseln vereinen traditionelle barocke Klangeigenschaften mit moderner Fertigungstechnik. Mit ihrem hellen und klaren Klang, sowie den hervorragenden Artikulationsmöglichkeiten fügen sie sich hervorragend in das Klangbild kleinerer Orchesterbesetzungen ein, wie sie im Barock und der Frühklassik üblich waren.

Gemeinsam mit den ebenfalls mit Unterstützung der Stiftung bereits angeschafften Barockbögen und Barocktrompeten vergrößern sie somit die musikalische und klangliche Bandbreite des Klangkörpers.

In der aktuellen Spielzeit 2018/19 werden sie in der Opernproduktion „Le nozze di Figaro“ zu erleben sein, die am 29. September 2018 Premiere hat.