Elftes Benefizkonzert zum Neuen Jahr

In seiner Begrüßung der Konzertbesucher am 3. Januar 2016 wies Dr. Michael Coridaß als Vorsitzender auf das Ziel und die Aufgabe der Stiftungen hin, den „Spielraum“ von Theater und Orchester zu erweitern. Das sei – im wahrsten Sinne des Wortes -2014/2015 durch Ausbau und Finanzierung der Spielstätte U 17 gelungen. Zur Stiftungsarbeit leiste der Benefizzuschlag zum Eintrittspreis einen dankenswerten Beitrag.

Mit dem Neujahrskonzert 2015 waren die Feierlichkeiten zum 500 jährigen Jubiläum eines Orchesters in Mainz beendet worden. Das begonnene Jubiläumsjahr 200 Jahre Rheinhessen sei aber auch für das Staatstheater relevant. Der Theaterbau, geplant von Architkt Georg Moller, sei 1833 als „Großherzoglichen Nationalbühne“ entstanden, nachdem 1816 das ehedem kurfürst- und erzbischöfliche Mainz zum Großherzogtum Hessen – Darmstadt gekommen war.

„Theater und Orchester sind erfolgreich, sind hoch geschätzt, zeigen künstlerisches Profil. Sie stärken mit den Inszenierungen den gesellschaftlichen Diskurs und weichen einer Diskussion auch nicht aus“ , so gratulierte er den Künstlern. Mit großem Applaus wurde die Anmerkungen bedacht: „Man habe vor kurzem „Freude schöner Götterfunken“ aus dem Staatstheater vernehmen können. Diese Freude und Frieden gilt Ihnen als Konzertbesucher, allen die bei uns wohnen und leben, und darüber hinaus allen Menschen, die bei uns Sicherheit und Zuflucht suchen.“

Und dann gab GMD Hermann Bäumer den Ton an mit Werken von Johann und Josef Strauß sowie Richard Strauss und Wendelin Weissheimer. Für espritvolle Einsprüche hatte Klaus Wallendorf das Wort.

Neujahrsempfang 2016 für Stifter

Mit einem Empfang der Stiftung Mainzer Theaterkultur und der verbundenen Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz vor dem KONZERT ZUM NEUEN JAHR starteten die beiden Förderinstitutionen ins Neue Jahr. Eingeladen waren die Förderinnen und Förderer, dank deren ideellen und finanziellen Unterstützung die Stiftungen auf ein erfolgreiches Jahr mit vielfältigen Förderprojekten zurückblicken konnten.

Im Namen von Vorstand und Beirat begrüßte der Vorsitzende Dr. Michael Coridaß die Gäste, verbunden mit allen guten Wünschen für das Neue Jahr 2016. „Ich freue mich, daß die Spitzen von Theater und Orchester mit Intendant Markus Müller und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer sowie viele Mitarbeiter unter uns sind. Es macht Freude, mit Ihnen zusammen zu arbeiten.“.

IMG_0287

Der Vorsitzende gab einen kurzen Rück- und Einblick in die Förderprojekte:Die Spielstätte U17, Kern der Förderausgaben2014/2015, bringt in vielerlei Hinsicht Erfolg. Im Vergleich zu Glashaus/Deck 3 könne man vereinfacht sagen: Es konnten doppelt so viele Vorstellungen gespielt, doppelt so viele (überwiegend ganz junge) Besucher erreicht und doppelt so hohe Einnahmen erzielt werden.

Weitere Projekte 2015 mit einer Gesamtsumme von 53.000 € waren tanzmainz festival, die Kinderoper König Hamed und Prinzessin Sherifa, ein Kooperationsprojekt Universität   und Staatstheater zur Zukunft des Zusammenarbeitens, -forschens und -lebens in Mainz.

Auch der Öffentlichkeitsarbeit konnten durch Fortentwicklung des Internet-Auftritts www.theaterstiftung-mainz.de, mittels neuer Flyer und konsequenter Weiterentwicklung des Signets sowie neugestalteter Roll ups neue Impulse verliehen werden. „Tue Gutes und rede darüber“ gelte auch für Stiftungen im gemeinnützigen Bereich.

In 2016 plant die Theaterstiftung wieder eine Produktion im Kinder- und Jugendtheater zu fördern. E s handelt sich um die Uraufführung eines Theaterstücks von Andreas Steinhöfel, entwickelt aus dessen Roman „Anders“.

Die Leistungsfähigkeit der Stiftungen resultiere vielfach aus Spenden, häufig projektbezogen, aber auch aus Zuwendungen, z.B. anläßlich eines runden Geburtstags. Dafür sprach Dr.Coridaß herzlichen Dank aus. Der gelte besonders auch dem Intendanten, der sich aktiv in die Spendenakquisition einschalte: „So können wir ansonsten Unmögliches möglich machen.“

IMG_0292

MOSoefro07_IMG_7291

M.O.S. 2015/2016 an Posaunist

Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester schreibt weiter Jahr für Jahr das Mainzer Orchester Stipendium M.O.S. aus. Nach der Violinistin Esther Owusu für die Spielzeit 2014/2015ist der neunte Stipendiat Henry Van Engen, ein amerikanischer Posaunist.

Henry Van Engen begann Posaune zu spielen als er 8 Jahre alt war. Er machte seinen Bücherabschluß am Oberlin Conservatory in den USA, wo er sowohl Interesse an Alter Musik als auch an Neuer Musik entwickelte. Während seines Bachelorstudiums spielte Henry in der Carnegie Hall und wurde als ein junger Künstler zum Atlantic Music Festival in Maine, USA, eingeladen.

Danach ging er für sein Masterstudium an die Musikhochschule Trossingen, wo er bei Professor Abbie Conant studiert. Neben seiner Mitarbeit im Staatsorchester Mainz spielt er im Posaunen-Quartett ‚Ensemble Öfro‘ und erarbeitet mit der amerikanischen Organistin Katelyn Emerson ein Programm mit Musik der französischen Romantik, das kommenden Juli bei einem Konzert in der Kathedrale von Limoges präsentiert werden wird.

Kuratoriumssitzung: Stiftungsprojekte auf gutem Weg

Das Stiftungskuratorium hat am 26. November 2015 unter Vorsitz von Herrn Wolfgang Merzbach über die Förderarbeit 2014/2015 beraten. Dem Gremium kommt nach der Stiftungssatzung die Aufgabe zu, den Vorstand bei der Festlegung der strategischen Ziele und Prioritäten der Stiftungsarbeit zu beraten und den Jahresabschluß zu prüfen.

2014 hatte der Aufbau und Finanzierung der neuen Spielstätte U17 im Fokus gestanden. 2015 konzentrierte sich die Unterstützung auf das tanzmainz festival, das JUST mit der „Kinderoper “König Hamed und Prinzessin Sherifa“ sowie ein Kooperationsprojekt der Theaterwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität mit dem Staatstheater zur Zukunft des Lebens in Mainz.

Schatzmeister Udo Kaufhold erläuterte den Jahresabschluß 2014 mit einem Fördervolumen von insgesamt 202.000 €. Auch konnte eine Rücklage für die Stiftungsarbeit der beiden nächsten Jahre gebildet werden. Einstimmig wurde der Vorstand durch das Kuratorium entlastet. Der Vorsitzende dankte dem Vorstand für die umfassende und erfolgreiche ehrenamtlich geleistete Arbeit.

Für 2016 ist geplant, eine Produktion vorrangig im Kinder- und Jugendtheater zu fördern. Intendant Markus Müller wird hierzu einen Förderantrag stellen.

Das Kuratorium der Theaterstiftung zollte einmütig seine große Anerkennung der über Staatstheater, Gutenbergplatz und Mainz hinaus vernommen Chorprobe mit „Freude schöner Götterfunken“ als Manifestation gesellschaftlich-kulturellen Engagements der Theater- und Orchestermitarbeiter gegen Fremdenfeindlichkeit.

PK Scheckübergabe Konrad 2015-07-17 (2)Dr. Walter Konrad hatte anläßlich seines 80. Geburtstags sich Geschenke in Form von Spenden an die Stiftung des Gutenbergmuseums bzw. die Stiftung Mainzer Theaterkultur gewünscht.

Anläßlich der Übergabe von zwei Schecks von  je 1.700 € an die beiden Stiftungen dankte Dr. Coridaß herzlich für die Theaterstiftung, wobei er Zuwidmung als besondere Anerkennung für die Arbeit des Staatstheaters in Mainz  betrachtet.  Mit dieser Zuwendung werde das Kinder- und Jugendtheater, aktuell die zeitgenössische Kinderoper Köng Hamed und Prinzessin Sherifa, unterstützt.

„Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ Dieser Gedanken von Franz Kafka  sei so schön und  so treffend für Dr. Konrad. Mit seinem breiten künstlerischen Interesse und Engagement sei und bleibe er  ein prägender Repräsentant für Kultur in Mainz.

Herzliche Anerkennung und Dank gelte  auch für das Beispiel, einen Geburtstag oder ein Jubiläum nicht nur zu feiern, sondern auch mit der Kulturförderung zu verbinden.

…. nicht früh genug anfangen

Unter dem Motto „500 Jahre für Mainz“ blickte das Philharmonische Staatsorchester im Jahr 2014 auf die Wurzeln der Mainzer Orchesterkultur zurück. Anlass genug, allen in diesem Jahr in Mainz geborenen Kindern eine musikalische Patenschaft anzubieten nach der Devise „man kann nicht früh genug anfangen“.

Über 1000 Kinder wurden von ihren Eltern zu dieser Patenkindaktion angemeldet,  die  von der Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz finanziell unterstützt wird. Als Begrüßungsgeschenk erhielten sie eine vom Mainzer Staatsorchester eingespielte CD mit einem der schönsten klassischen Werke für Kinder: „Peter und der Wolf“.

Damit war die Patenschaft besiegelt. Seitdem begleitet das Philharmonische Staatsorchester Mainz seinen „Jubeljahrgang 2014“ über die ersten sechs Lebensjahre mit altersgerechten Konzerten. Nach dem ersten Konzerterlebnis bei einem Krabbelkonzert mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart wachsen die musikalischen Angebote mit den Patenkindern. Dabei sind die die Kleinen Gäste des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz; den Begleitpersonen bieten sich ermäßigte Eintrittspreise.

Im Jahr 2020 endet die Patenschaft mit einem großen Orchesterkonzert.

Außergewöhnliches Stiftungsjahr 2014

Auf ein außerordentlich hohes Fördervolumen für 2014 konnte der Stiftungsvorstand in seine Sitzung am 7. Mai 2015, an der auch Intendant Markus Müller und Geschäftsführer Volker Bierwirth teilnahmen, zurückblicken.
Die Stiftung Mainzer Theaterkultur konnte sich bei der Finanzierung und organisatorisch Abwicklung des Auf- und Ausbaus der neuen Spielstätte U 17 einschalten. Aus projektbezogenen Spendenaufkommen und eigenen Fördermitteln wurden 236.000 € (davon 47.000 € 2015) dem Staatstheater zur Verfügung gestellt. Das Förderprojekt Sprecherziehung für junge SchaulspielerInnen läuft bei der Stiftung aus und wird von den Theaterfreunde e.V. übernommen und fortgeführt.
Der Stiftungsvorsitzende Dr. Coridaß dankte dem Staatstheater für eine optimale Zusammenarbeit, was auch in der Pressekonferenz und Eröffnungsveranstaltung zu U 17 deutlich wurde.

2003 wurde die Theaterstiftung mit 36.000 € Gundstockvermögen errichtet. Dieses ist inzwischen durch Zustiftungen auf 94.000 € angewachsen. Angesichts der niedrigen Renditen am Kapitalmarkt ist es besonders erfreulich, daß die Aktivitäten der Stiftung durch freie oder projektbezogene Spenden von Bürgerinnen und Bürgern sowie der heimischen Unternehmen mitgetragen werden. Der Vorstand hofft, daß auch durch Vermächtnisse und Erbschaften die finanzielle Grundlage der Stiftung weiter ausgebaut werden kann.
Als Stiftungsprojekte 2015 ist die Förderung des tanzmainz festivals #1 sowie einer Produktion vorrangig im Kinder- und Jugendtheater in Aussicht genommen.