„Gehen Sie stiften“ – Benefizkonzert und Jahresempfang 2019

Anläßlich des Konzertes zum Neuen Jahr am Sonntag 6. Januar hatte Dr. Wolfgang Litzenburger als Vorstandsmitglied der Theaterstiftung und Vorsitzender der Theaterfreunde Mainz die Begrüßung zu Beginn des Konzertes übernommen. Er hob die win-win-Situation einer Benefizveranstaltung hervor, indem das Publikum einen schönen Abend habe und die Stiftung Mainzer Theaterkultur einen Teil der Eintrittsgelder erhalte .

Obwohl Besucherzahlen stiegen, die meisten Aufführungen, vor allem im Tanztheater, ausverkauft seien, Stadt und Land das Staatstheater Mainz mit über 20 Mio. € Zuschuss ausstatten, sei der finanzielle Spielraum sehr eng. Trotz vielfacher Auszeichnungen für die künstlerische Arbeit so z.B. mit dem Theaterpreis Faust, zähle das Staatstheater Mainz gemessen am Haushalt zu den kleinsten Staatstheatern Deutschlands. Bei einem so knappem Finanzrahmen und einem künstlerisch so anspruchsvollen Programm seien Finanzierungslücken nicht die Ausnahme. Hier helfe die Stiftung, in „2017 waren es beispielsweise gut 40.000 € “.

Für 2019/2020 stehe ein weiteres Großprojekt unseres so tatkräftigen Theaterintendanten ins Haus, um das Große Haus, für die Besucher noch attraktiver zu machen; auch daran werde sich die Stiftung beteiligen. Dr. Litzenburger schloß: „Das Mainzer Staatstheater hat zwar schon viele Stifter, doch Stifter kann man nie genug haben. Deshalb gehen sie stiften, aber erst morgen. Heute Abend wünschen wir Ihnen eine gute Unterhaltung und gute Unterhaltungen und danach noch 360 glückliche Tage im Jahr 2019“. Er kündigte einen unterhaltsamen Abend im Staatstheater mit dem Philharmonischen Staatsorchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer an, dem herzlich für die Zusammenarbeit bei diesem Konzert zu danken sei.

Anläßlich des Jahresempfangs für Freundinnen und Förderer, der Theater- und der Orchesterstiftung vor dem Neujahrskonzert zeigte der Vorsitzende, Dr. Michael Coridaß, sich durchweg zufrieden mit der Entwicklung der Stiftungsaktivitäten in den letzten 15 Jahren.

Die Stiftung Mainzer Theaterkultur bestehe seit Oktober 2003. Diese zukunftsweisende Initative ging vom Vorstand der Theaterfreunde Mainz aus. So war es erfreulich, daß Coridaß viele Gründungstifter, Zustifter und Spenderinnen begrüßen konnte und Ihnen allen seinen herzlichen Dank für ihr finanzielles und ideelles Engagement aussprach. Herzlich willkommen hieß er Markus Müller und Hermann Bäumer, Volker Bierwirth und Claudius Hübsch sowie alle Mitarbeit* innen des Hauses, denen er für das vertrauensvolle Zusammenwirken besten Dank aussprach.

„Staatstheater und Staatsorchester machen uns dank künstlerischer Exzellenz viel Freude. Kreative Überraschungen bieten Gesprächs- und Diskussionsstoff in Stadt, Rhein-Main-Region, ja bundesweit ! Die Stiftung wurde mit rd. 25.000 € errichtet, heute hat das Stiftungskapital mit freien Rücklagen die 150.000 € Grenze fast erreicht. Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz liege mit gut190.000 € schon etwas darüber, so der Stiftungsvorsitzende.

Nun seien diese Beträge für Stiftungen, die eigentlich aus den Vermögenserträgen ihre Projekte finanzieren, noch nicht ausreichend. Bei den derzeit minimalen Kapitalerträgen und Zinssätzen spielten aber Spenden im Moment die ausschlaggebende Rolle: „Es sind Ihre Zuwendungen, mit denen wir in den letzten fünf Jahren das Fördervolumen deutlich erhöhen konnten. Aber auch an Erbschaften und Vermächtnisse ist künftig zu denken. Wir wissen – Kultur kostet Geld. Wir Stiftungsverantwortliche wollen konkrete Ideen mit finanziellen Mitteln ausstatten, übernehmen so kulturell-gesellschaftliche Mit-Verantwortung.“ Die Vertragsverlängerung des Intendanten sichere personelle Kontinuität bis 2024. Viele Ideen von Markus Müller seien so überzeugend, daß sich viele Bürger aus der Region einbringen. Dass dies auch 2019 so bleiben werde, wünsche er allen, die sich für Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert begeistern können.

In seinem Grußwort dankte der Intendant der Theaterstiftung für die vielfältige fruchtbare Zusammenarbeit. Er skizzierte seine künftigen Pläne, um die Verhältnisse im großen Haus für das Theaterpublikum zu verbessern und deutlich angenehmer zu gestalten.

 

 

 

 

 

 

 

Konzert zum Neuen Jahr 2019

Am Sonntag, dem 6. Januar 2019, Beginn 19 Uhr, erklingt das traditionelle BENEFIZKONZERT ZUM NEUEN JAHR im Großen Haus , eine Kooperationsveranstaltung des Staatstheaters Mainz und Stiftung Mainzer Theaterkultur.

Das Philharmonisches Staatsorchester Mainz unter Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer präsentiert:

  • Engelbert Humperdinck | Konzertouvertüre zu DIE KÖNIGSKINDER
  • Josef Strauß | Wiener Kinder. Walzer op. 61
  • Johann Strauß (Sohn) | Kinderspiele. Polka française op. 304
  • Erich Wolfgang Korngold | Straussiana
  • Eduard Strauß | Außer Rand und Band. Polka schnell op. 168
  • Claude Debussy | Petit Suite (orch. Henri Büsser). daraus: En bateau | Cortege | Ballet        
  • Emmanuel Chabrier | Rondeau du colporteur (Arie der Lazuli) Je suis Lazuli aus L’ETOILE (Hyemi Jung, Mezzosopran)
  • Fête Polonaise aus LE ROI MALGRÉ LUI
  • Francis Poulenc | La dame de Monte Carlo. Monologue sur un poème de Jean Cocteau pour Soprano et orchestre (Hyemi Jung)
  • Jacques Offenbach | Ouvertüre zu LA FILLE DU TAMBOUR-MAJOR

Klaus Wallendorf, Berlin,  begleitet das Konzert geistreich-ironisch mit seiner Moderation.

Die Mezzosopranistin Hyemi Jung ist Preisträgerin des Examenswettbewerbs 2018 der Hochschule für Musik Mainz. Ihre Mitwirkung ist ein Zusatzpreis des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz

Ein Teil des Eintrittspreises kommt als Benefizertrag der Stiftungsarbeit zugute.

 

 

 

 

 

 

 

Für Pauken und Trompeten

Nach der vor einigen Jahren mitfinanzierten Anschaffung einer neuen Harfe  leistet die Orchesterstiftung nunmehr finanzielle Hilfe beim Kauf von Barockinstrumenten. 

Durch die Förderung der Stiftung Staatsorchester Mainz war es dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz möglich, zwei Barockpauken der renommierten Firma Kolberg Percussion zu erwerben. Diese Pauken mit handgehämmerten Kupferkesseln vereinen traditionelle barocke Klangeigenschaften mit moderner Fertigungstechnik. Mit ihrem hellen und klaren Klang, sowie den hervorragenden Artikulationsmöglichkeiten fügen sie sich hervorragend in das Klangbild kleinerer Orchesterbesetzungen ein, wie sie im Barock und der Frühklassik üblich waren.

Gemeinsam mit den ebenfalls mit Unterstützung der Stiftung bereits angeschafften Barockbögen und Barocktrompeten vergrößern sie somit die musikalische und klangliche Bandbreite des Klangkörpers.

In der aktuellen Spielzeit 2018/19 werden sie in der Opernproduktion „Le nozze di Figaro“ zu erleben sein, die am 29. September 2018 Premiere hat.

 

 

 

M.O.S. Mainzer Orchester Stipendium an Trompeter

Das von der Stiftung Philharmonisches Orchester Mainz jährlich ausgelobte M.O.S. geht für die Spielzeit 2018/2019 an Benoît Maurer. Die Auswahl des Stipendiaten erfolgte durch das Staatsorchester.  Der Vorsitzende des Stiftungsbeirats, Dr. Michael Coridaß, freut sich, dass nun zum 12. Mal  mittels des Finanzzuschusses der Orchesterstiftung ein junger Musiker die Gelegenheit erhält, mehr Spielpraxis in einem größeren Klangkörper wie dem Staatsorchester zu gewinnen.

Maurer wurde in Belfort in Frankreich geboren, und erhielt seinen ersten Trompetenunterricht im Alter von sieben Jahren. Daraufhin folgte die Aufnahme in die Musik-Klasse am “Collège”, und in die Trompetenklasse von Pierre Nicole im Konservatorium Belfort.  

Nach dem Abitur, erhält er Unterricht bei Franck Pulcini (SWR Freiburg) und Anthony Plog, und besteht 2013 die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Dort beginnt er ein Studium bei Prof. Wolfgang Bauer. 2017 schließt er seinen Bachelor mit dem Schwerpunkten Orchestermusik und Pädagogik ab, und beginnt einen Orchestermusik Master. Ebenfalls bei Prof. Bauer. 

Beim Internationalen Trompetenwettbewerb in Bad-Säckingen hat Benoit Maurer den 2. Preis erhalten. Außerdem hat er bereits bei zahlreichen Orchestern mitgewirkt.Darunter das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, das Orchester der Schlossfestspiele Zwingenberg, die Junge Deutsche Philharmonie, und das „Orchestre Français des Jeunes”.

 

 

 

Gemeinnützigkeit bestätigt

Der Vorstand Theaterstiftung hat in seiner Sitzung am 15. Mai über die Stiftungsarbeit im Jahr 2017 beraten und die Weichen für das laufende Jahr gestellt.

Insgesamt konnte die Stiftung im vergangenen Jahr ein Fördervolumen mehr als 40.000 Euro bereitstellen. Schwerpunkte waren dabei tanzmainz und das Jugend-/Kindertheater  justmainz.

Der Stiftungsvorstand hat dem von Hauck-Kollegen, Steuerberater – Vereidigte Buchprüfer, Mainz erstellten  Einnahme- Ausgaberechnung 2017 einstimmig zugestimmt.

Erfreulich ist auch, daß das Finanzamt Mainz-Mitte  mit Schreiben vom 19. Juni 2018 der Stiftung Mainzer Theaterkultur wiederum einen Freistellungsbescheid  zur Körperschaftssteuer – hier für 2015 bis 2017-  erteilt hat.

Die Stiftung ist damit berechtigt, weiterhin  Zuwendungsbestätigungen zur steuerlichen Berücksichtigung bei den jeweiligen Spendern auszustellen.

 

 

 

Fagott: Mainzer Orchester Stipendium 2017/2018

Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester vergibt ihr Stipendium M.O.S. für die Spielzeit 2017/2018 an den Fagottisten Philipp Nadler.

Nadler, in Schramberg geboren, erhält bereits im Alter von drei Jahren an der städtischen Musikschule seinen ersten Unterricht und ab 2001 lernt er dort unter Slawomir Moleta das Fagottspiel. Nach seinen Abitur 2011 nimmt Philipp sein Musikstudium am Conservatorium Maastricht bei Professor Albrecht Holder und Valentino Zucchiatti auf. Im folgenden Jahr wechselt er an die Hochschule für Musik in Würzburg, wo er in der Klasse von Albrecht Holder bis Sommer 2016 seinen Bachelor of Music studiert. Dann folgt der Wechsel zu Professor Tobias Pelkner an die Hochschule für Musik in Detmold, an der er seither seinen Master of Music, Solist studiert. Während seines Studiums gewinnt er neue Eindrücke durch Meisterkurse bei Dag Jensen, Sergio Azzolini, Carlo Colombo, Philippe Hanon und Gabor Meszaros.

Zwischen den Jahren 2013 und 2014 spielt er bei der Internationalen Jungen Orchesterakademie. Seit 2016 ist er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie.Professionelle Orchestererfahrung kann Philipp seit 2014 in verschiedenen Orchestern sammeln. In den Jahren 2015 und 2016 erwarb Philipp Nadler Wettbewerbserfahrung beim Deutschen Musikwettbewerb und der internationalen „Muri Competition“ in der Schweiz.

Als Kammermusiker ist er Teil des klassischen Holzbläserquintetts SolhMiDo mit dem er ebenfalls 2016 am Deutschen Musikwettbewerb teilnimmt und seither ein großes Repertoire bei mehreren Konzerten präsentieren konnte.

 

 

Konzert zum Neuen Jahr

 Fördersumme 45.000 €uro

Das Konzert um Neuen Jahr 2018 und der Neujahrsempfang im Staatstheater sind alljährlich der Auftakt für die Förderarbeit der Stiftung Mainzer Theaterkultur. Traditionsgemäß begrüßt Dr. Michael Coridaß als Stiftungsvorsitzender die Konzertbesucher mit einem herzlichen „Prosit Neujahr“. Er dankte im vollbesetzten Großen Haus für das große Interesse und die Treue zum Staatstheater und zum Philharmonischen Staatsorchester, was sich auch in einem Rekord von 223.000 Besuchern in der Spielzeit 2016/17 zeigte.

„So erleben wir gemeinsam viele künstlerische Höhepunkte, die auch deutschlandweit auf große Anerkennung stoßen. Es freut uns alle, daß wir weiter auf die Pläne von Markus Müller gespannt sein dürfen, nachdem er seinen Intendantenvertrag bis 2024 verlängert hat. Als Stiftungen werden wir unser Scherflein für den Erfolg von Theater und Orchester beitragen. Besten Dank allen Förderinnen und Spendern, mit deren Hilfe wir 2017 annähernd 45.000 Euro Fördermittel bereitstellen konnten. Bleiben Sie dem Mainzer Staatstheater und dem bald wieder mit dem Theater vereinten Staatorchester gewogen.“, so seine Anerkennung für die Leistungen 2017. 

Stiftungskapital wächst

Bei dem Vorempfang würdigte Coridaß die – doch bei allen Schwächen und Mängeln – weitgehend solide Kulturfinanzierung in Deutschland z.B. im Vergleich zum „Teatro Dell ‘Opera di Roma“ . Dort hatte sich der legendäre Modeschöpfer Valentino mit der amerikanischen Filmemacherin und Oscar-Preisträgerin Sofia Coppola zusammengetan, um „La Traviata“ – mit einer eminenten Finanzspritze ausgestattet – auf die Bühne zu bringen. „In Deutschland bauen Theater und Orchester auf eine Gesellschaft, die als Theaterbesucher, Steuerzahler und zu guter Letzt als Mäzene, Spender und Stifter die vielfältige Bühnenlandschaft finanziert. Hier punktuell Dinge in Bewegung zu bringen, ist Aufgabe und Leidenschaft von Stiftungen. Weiterlesen