Förderung mit 70.000 Euro

Nach Theodor Fontane gleiche „Das Leben …. einer Reise, Sylvester einem Meilenstein“. SoDr. Coridaß,  erlaube es der Empfang zum Jahreswechsel auf die im vergangenen Jahr bewältigte Strecke zurückzublicken und Herausforderungen der nächsten Zeit zu benennen. „Wie alle Stiftungen, insbesondere die nicht so kapitalkräftigen, leiden wir aufgrund der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank an auf Null gesunkene Kapitalmarktrenditen. Die Problematik, Stiftungsgelder ertragreich, aber sicher anzulegen, hat unseren Schatzmeister erreicht“, skizzierte der Stiftungsvorsitzende.

 

P1040360 Aber: Zustiftungen, Spendenaufkommen und Zuweisungen von Bußgeldern aus der Justiz ermöglichen eine qualifizierte Weiterführung einer wirksamen Stiftungsarbeit.“. Große und kleine Spenden summierten sich zu tatkräftiger Unterstützung ! Ein Fördervolumen von ca. 70.000 € im vergangenen Jahr 2016 sind Ausdruck großzügiger Spender und sprechen für Interesse an Theater und Orchester und deren Stiftungen.

Eine hohe Bedeutung habe die Zielgruppe „ junge Menschen“ sowohl auf der Besucherseite wie auch bei den Künstlern. Neben der Förderung des JUST konnte – die Uraufführung von „Anders“, nach dem Roman von Andreas Steinhöfel, ein wunderbares Kinder- und Jugendstück, bezuschußt werden, eine der vielfältigen Produktionen in „unserer neuen“  Spielstätte U 17. Hier konnte die Theaterstiftung aufgrund einer außergewöhnlichen Spendenbereitschaft die Finanzierung der Baukosten, immerhin rund. 256.000 Euro, 2016 abschließen. Regelmäßig fördert die Stiftung Kooperationsprojekte von Universität und Theater; diesmal: „In Zukunft Mainz: Ein Stadtprojekt über kommende Zeiten und Visionen der Gegenwart“.

P1040362Die Großzügigkeit unserer Förderer erlaubt es, zum tanzmainz festival #2 Ende März 2017 beizutragen. Ein interkulturelles Projekt von Theater und Orchester „Tamass“ mit persischen, arabischen und europäischen Musikelementen haben wir auf unsere Förderliste für 2017 gesetzt. Das jährlich vergebene Mainzer Orchester Stipendium M.O.S. der Stiftung Philharmonisches Staatsorchester geht für die Spielzeit 2016/17 an den jungen Hornisten Jonathan Baur.  

P10403522

Spenden-Glück-Schweinerl

Der Vorsitzende dankte allen Mitgliedern des Vorstandes und des Kuratoriums für die Mithilfe organisatorischer, finanzieller und ideeller Art. Besonderer Dank galt den Förderinnen und Förderern, die durch manche „Dotation“ dazu beitragen haben, daß die Stiftungen Unmögliches möglich machen können, verbunden mit der Bitte „ Bleiben sie Theater, Orchester und den Stiftungen gewogen „.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neujahrskonzert 2017 – Gelungener Auftakt

Ein“ Wintermärchen“ war das Mainzer Konzert zum Neuen Jahr am 8. Januar 2017 im Staatstheater: beschwingt-orchestral unter Leitung von GMD Hermann Bäumer, humorvoll-geistreich kommentiert von Klaus Wallendorf. Schließlich der Radetzky-Marsch als klassischer Schlußpunkt unter Einbeziehung des klatschenden Publikums, so startete die Stiftung Mainzer Theaterkultur mit ihrem Benefizkonzert die Förderarbeit 2017.

P1040367

Intendant und Stiftungsvorsitzender

Zu dem inzwischen traditionellen Vorempfang der Stiftung Mainzer Theaterkultur und der verbundenen Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz begrüßte der Stiftungsvorsitzende Dr. Michael Coridaß Förderinnen und Freunde der beiden Stiftungen sowie Mitglieder von Ensemble und Orchester, an deren Spitze Intendant Markus Müller und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer.

Angesichts nicht erwarteter oder erwartbarer Konflikte um den inneren und äußeren Frieden mahnte Coridaß mit klaren Worten in Anlehnung an die britische Schriftstellerin A.L. Kennedy, die Freiheit der Kunst zu bewahren und als lebenslanges Bildungsprogramm zu nutzen. Die Ausübung der Künste und der Kontakt mit ihnen erlauben Begegnungen mit Schauspiel, Ballett, Opern und Konzerten, die „außergewöhnlich, vielfältig, unerwartet und lebendig“ seien.

Deshalb gelte es für die Stiftungen, für Kunst und Kultur, für Theater und Orchester die materiellen Voraussetzungen zu verbessern und damit auch die gefährdete Einzigartigkeit der Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland zu stabilisieren. Künstlerische Erfolge, wachsende Besucherzahlen und gute Kritiken zeigten, daß dies beim Staatstheater Mainz gelingt, es in der Stadtgesellschaft und darüber hinaus wahrgenommen und angenommen wird.

 

 

Mainzer Orchester Stipendium an Jonathan Baur

Jonathan Baur, Hornist, erhält für die Spielzeit 2016/2017 das Mainzer Orchesterstipendium M.O.S. Die Stiftung setzt damit im zehnten Jahr ihre Förderung junger Orchestermusikerinnen und -musiker fort, indem sie die Sammlung von Erfahrungen des orchestralen Zusammenspielens in einem größeren Klangkörper unterstützt.

Baur, 1992 im schwäbischen Aalen geboren, begann das Hornspielen im örtlichen Musikverein. In den Jahren 2008-2011 erhielt er an der Stuttgarter Oper Privatunterricht bei Philipp Römer, Solohornist des Staatsorchester Stuttgarts.

Von Oktober 2011 bis Juli 2015 studierte er Bachelor of Music mit Hauptfach Horn bei Prof. Szabolcs Zempléni an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, sowie die Nebenfächer Naturhorn bei Rafael Vosseler und Blasorchesterleitung bei Stefan Halder. Er besuchte zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Prof. Froydis Ree Wekre (Oslo), Prof. André Cazalet (Paris) und Prof. Christian-Friedrich Dallmann (Berlin).

Im Juni 2009 erhielt er beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Essen den 2. Preis und war Sonderpreisträger beim Musikwettbewerb WESPE in Freiburg. Seit dem Sommersemester 2016 studiert er im Master-Studiengang bei Prof. Will Sanders an der Musikhochschule Karlsruhe. Jonathan Baur spielte bereits in vielen namhaften Jugend- und Profiorchestern wie dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg, dem Bundesjugendorchester, dem International Regions Symphony Orchestra, dem La Cetra Barockorchester Basel und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Seit 2014 spielt er als ständige Aushilfe in der Philharmonie Baden-Baden. In der Spielzeit 16/17 ist er Stipendiat in der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen und erhält das von der Stiftung Philharmonisches Orchester Mainz ausgelobte M.O.S. 2016/2017 .

 

Konzert zum Neuen Jahr 2017

 

„Wintermärchen“ wird das Leitmotiv des  traditionellen Mainzer Neujahrskonzert  zugunsten der Stiftung Mainzer Theaterkultur am Sonntag, 8. Januar 2017, 19 Uhr im Großen Haus sein.

Mit Werken u. a. von Frederick Delius, Alexander Glasunow, Karl Goldmark, Edvard Grieg Wilhelm Stennammar und der Strauß-Dynastie unter Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer wird es einen  beschwingter Jahresauftakt mit humorvoll-hintersinnigem Rück -und Ausblick geben.

Klaus Wallendorf ,Berliner Philharmoniker,  Mitglied des Consortium Classicum und German Brass stimmt als  Gelegenheitsliterat und Gebrauchslyriker mit geist- und pointenreichen Wortschöpfungen  auf das Jahr 2017 ein.

https://www.orchester-mainz.de/spielplan/veranstaltungs_uebersicht/detail/5_sonderkonzert

Kartentelefon: 0 61 31 / 28 51-222

Universität und Theater – IN ZUKUNFT: MAINZ

Das von der Theaterstiftung geförderte Kooperationsprojekt von Mainzer Hochschulen   und Staatstheater zur Zukunft des Zusammenarbeitens, -forschens und -lebens in Mainz wurde im Sommer 2016 erfolgreich umgesetzt. IN ZUKUNFT: MAINZ hat in über 30 Veranstaltungen Visionen für die zukünftige Gesellschaft entwickelt.                                     http://www.staatstheater-mainz.com/web/veranstaltungen/in-zukunft-mainz/uebersicht

Zahlreiche Akteurinnen und( Mit-)Macher trafen sich in sehr unterschiedlichen und  vielfältigen Formaten bei Workshops, Vorträgen, Gesprächen bzw. mit Fahrad, beim Picknick, im Theater oder auf dem Campus. Der Tritonplatz, ausgestattet mit Hochbeeten und Baumstämmen, war der Treffunkt der Zukunfts-Pioniere. Die Begegnung von Kunst und Wissenschaft, von Utopie und Wirklichkeit, von Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise das Zusammenleben in Mainz prägen und mitgestalten. „Aus diesen vielfältigen Begenungen haben sich verschiedenste Ideen und bisher unsichtbare Anknüpfungspunkte ergebn, um das Netzwerk der Utopisten und Macher weiterzuspinnen und Knotenpunkte zu festigen“ so Malin Nagel vom Staatstheater und Annika Wehrle von der Johannes Gutenberg-Universität

Die Stiftung Mainzer Theaterkultur ist gespannt, wie sich dieser höchst interessante Projektansatz weiterentwickelt.

Elftes Benefizkonzert zum Neuen Jahr

In seiner Begrüßung der Konzertbesucher am 3. Januar 2016 wies Dr. Michael Coridaß als Vorsitzender auf das Ziel und die Aufgabe der Stiftungen hin, den „Spielraum“ von Theater und Orchester zu erweitern. Das sei – im wahrsten Sinne des Wortes -2014/2015 durch Ausbau und Finanzierung der Spielstätte U 17 gelungen. Zur Stiftungsarbeit leiste der Benefizzuschlag zum Eintrittspreis einen dankenswerten Beitrag.

Mit dem Neujahrskonzert 2015 waren die Feierlichkeiten zum 500 jährigen Jubiläum eines Orchesters in Mainz beendet worden. Das begonnene Jubiläumsjahr 200 Jahre Rheinhessen sei aber auch für das Staatstheater relevant. Der Theaterbau, geplant von Architkt Georg Moller, sei 1833 als „Großherzoglichen Nationalbühne“ entstanden, nachdem 1816 das ehedem kurfürst- und erzbischöfliche Mainz zum Großherzogtum Hessen – Darmstadt gekommen war.

„Theater und Orchester sind erfolgreich, sind hoch geschätzt, zeigen künstlerisches Profil. Sie stärken mit den Inszenierungen den gesellschaftlichen Diskurs und weichen einer Diskussion auch nicht aus“ , so gratulierte er den Künstlern. Mit großem Applaus wurde die Anmerkungen bedacht: „Man habe vor kurzem „Freude schöner Götterfunken“ aus dem Staatstheater vernehmen können. Diese Freude und Frieden gilt Ihnen als Konzertbesucher, allen die bei uns wohnen und leben, und darüber hinaus allen Menschen, die bei uns Sicherheit und Zuflucht suchen.“

Und dann gab GMD Hermann Bäumer den Ton an mit Werken von Johann und Josef Strauß sowie Richard Strauss und Wendelin Weissheimer. Für espritvolle Einsprüche hatte Klaus Wallendorf das Wort.

Neujahrsempfang 2016 für Stifter

Mit einem Empfang der Stiftung Mainzer Theaterkultur und der verbundenen Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz vor dem KONZERT ZUM NEUEN JAHR starteten die beiden Förderinstitutionen ins Neue Jahr. Eingeladen waren die Förderinnen und Förderer, dank deren ideellen und finanziellen Unterstützung die Stiftungen auf ein erfolgreiches Jahr mit vielfältigen Förderprojekten zurückblicken konnten.

Im Namen von Vorstand und Beirat begrüßte der Vorsitzende Dr. Michael Coridaß die Gäste, verbunden mit allen guten Wünschen für das Neue Jahr 2016. „Ich freue mich, daß die Spitzen von Theater und Orchester mit Intendant Markus Müller und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer sowie viele Mitarbeiter unter uns sind. Es macht Freude, mit Ihnen zusammen zu arbeiten.“.

IMG_0287

Der Vorsitzende gab einen kurzen Rück- und Einblick in die Förderprojekte:Die Spielstätte U17, Kern der Förderausgaben2014/2015, bringt in vielerlei Hinsicht Erfolg. Im Vergleich zu Glashaus/Deck 3 könne man vereinfacht sagen: Es konnten doppelt so viele Vorstellungen gespielt, doppelt so viele (überwiegend ganz junge) Besucher erreicht und doppelt so hohe Einnahmen erzielt werden.

Weitere Projekte 2015 mit einer Gesamtsumme von 53.000 € waren tanzmainz festival, die Kinderoper König Hamed und Prinzessin Sherifa, ein Kooperationsprojekt Universität   und Staatstheater zur Zukunft des Zusammenarbeitens, -forschens und -lebens in Mainz.

Auch der Öffentlichkeitsarbeit konnten durch Fortentwicklung des Internet-Auftritts www.theaterstiftung-mainz.de, mittels neuer Flyer und konsequenter Weiterentwicklung des Signets sowie neugestalteter Roll ups neue Impulse verliehen werden. „Tue Gutes und rede darüber“ gelte auch für Stiftungen im gemeinnützigen Bereich.

In 2016 plant die Theaterstiftung wieder eine Produktion im Kinder- und Jugendtheater zu fördern. E s handelt sich um die Uraufführung eines Theaterstücks von Andreas Steinhöfel, entwickelt aus dessen Roman „Anders“.

Die Leistungsfähigkeit der Stiftungen resultiere vielfach aus Spenden, häufig projektbezogen, aber auch aus Zuwendungen, z.B. anläßlich eines runden Geburtstags. Dafür sprach Dr.Coridaß herzlichen Dank aus. Der gelte besonders auch dem Intendanten, der sich aktiv in die Spendenakquisition einschalte: „So können wir ansonsten Unmögliches möglich machen.“

IMG_0292