Konzert zum Neuen Jahr

Das Neujahrskonzert 2022 zugunsten der Stiftung Mainzer Theaterkultur mit Werken u.a. von Bedrich Smetana, Antonin Dvorak und der Familie Strauß findet am Sonntag 2. Januar 19 Uhr  im Großen Haus statt.

Dirigent : Hermann Bäumer, Moderation: Klaus Wallendorf

Sitzungen der Stiftungsgremien 2020

Der Vorstand der Stiftung Mainzer Theaterkultur und der Beirat der Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz haben Mitte August über die jeweilige Stiftungsarbeit beraten. Neben dem Rückblick auf die 2019 geleistete Stiftungsarbeit galt es, die Jahresrechnungen der beiden Stiftungen zu beschließen.

Dabei zeigt sich, dass Stiftungen von der Niedrig-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank in besonderem Maße betroffen sind. Die relativ risikolosen Zinserträge gehen  einschneidend zurück. Die Stiftungen sind zur Generierung von Erträgen gehalten, d.h. in dem Aktienmarkt nähere Kapitalanlagen zu investieren.

Umso wichtiger sind Spenden – so Michael Coridaß als Vorsitzender der Gremien – um die Stiftungsarbeit in gewünschtem Maß fortsetzen und sich aus der Corona-Pandemie ergebenden Zusatzaufgaben stellen zu können.

Sitzung Stiftungsbeirat 18.August 2020

Der Beirat beriet über den Jahresabschluß 2019, das Controlling der Kapitalanlagen und weitere Kapitalanlagemöglichkeiten. Die Einnahmen-Ausgabenrechnung und Vermögensaufstellung 2019 zeigt folgende Eckdaten in Euro:

Förderprojekte 2019:  Moderation NJK, M.O.S 5.941
Einnahmen: Spenden, Kapitalerträge 5.780
Kosten 1.191
Jahresfehlbetrag 1.352

Durch Verrechnung mit dem Vorjahresergebnis ergibt sich ein positiver Ergebnisvortrag. Die für eine Stiftungsarbeit wesentlichen Zins- und Dividendenausschüttungen gehen leider weiter zurück. Spenden von Bürgern und Unternehmen gewinnen zusätzliche Bedeutung. Trotz des Jahresfehlbetrags bleibt die Orchesterstiftung aufgrund des Ergebnisvortrages und der Rücklagen weiter handlungsfähig.

Der Beirat beschließt einstimmig die vorgelegte Jahresrechnung und Vermögensübersicht.

Weiter im Zentrum der Förderarbeit steht das Mainzer Orchesterstipendium M.O.S. Dies erhielt in der vergangenen Spielzeit der Cellist Wei-Cheng Wang. Für das M.O.S 2020/2021 wird das Orchester einen Stipendiaten vorschlagen.

Die Ausgestaltung des Konzerts zum Neuen Jahr am 3. Januar 2021, unter der Leitung von GMD Hermann Bäumer und Moderation von Klaus Wallendorf einschließlich des Stiftungsempfangs hängen vom Verlauf der Corona- Pandemie ab.

2019: Fördervolumen 32.000 Euro

Der Vorstand der Stiftung Mainzer Theaterkultur konnte in seiner Sitzung am 18. August 2020 den Jahresabschluß 2019 beschließen. Gleichzeitig wurden die Fördermaßnahmen für die Spielzeit 2020/2021 beraten.

Die Eckdaten 2019 in Euro:

Förderprojekte 2019:

  • Tanzperformance/Kooperation. mit JGU
  • Moderation NJK
  • tanzmainz
  • JUST Der Bärbeiß
32.157

 

Einnahmen: Spenden + Benefizkonzert, Kapitalerträge 45.869
Kosten 872
Jahresüberschuß 12.840

Die die für die Stiftungsarbeit wesentlichen Kapitalerträge gehen aufgrund der Zinssituation weiter zurück.

Im Rahmen der Förderprojekte 2020/2021 stehen Rücklagen für einen barrierefreien Besucheraufzug, z.Z. 102.500 €, bereit. Weitere Förderbeiträge sind bei konkreter Realisierung des Projekts zugesagt.

Die seitens der Stiftung angebotene Zusatzspende von 5.000 € als Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise wird auf 7.560 € erhöht. Die Stiftung übernimmt so die Kosten für Corona-Testungen des Balletts, um die Wiederaufnahme von Soul Chain im Herbst zu ermöglichen.

Einzelheiten des Konzerts zum Neuen Jahr am 3. Januar und des Stiftungsempfangs hängen vom Corona- Pandemie-Verlauf ab.

Corona-Spende für tanzmainz

Als einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise übernimmt die Theaterstiftung für sechs Wochen die Kosten für Corona-Tests des Balletts In Höhe von 7.560 €. Mit den Testungen gewinnt tanzmainz wieder volle künstlerische Freiheit.

Die Wiederaufnahme von Soul Chain ab September 2020 ist damit gewährleistet. Die äußerst anspruchsvolle Choreographie gewann 2018 den Theaterpreis DER FAUST und erhielt zahlreiche internationale Einladungen u.a. aktuell nach Bratislava und Maribor.

„Jede Spende ist groß und großartig“: Stiftungsempfang 2020

Der Jahresempfang der Stiftungen im Glashaus des Staatstheaters am 5. Januar war Anlaß, ein Resümee des vergangenen Förderjahres zu ziehen und einen Ausblick auf künftige Projekte zu werfen. In Anwesenheit vieler Spenderinnen und Spender, der Vorsitzenden der Fördervereine von Theater, Ballett und Orchester sowie Mitarbeiter des Hauses mit Intendant Müller und Generalmusikdirektor Bäumer sowie Kulturdezernentin Grosse konnte Dr. Michael Coridaß auf 15 Jahre Arbeit der Stiftung Mainzer Theaterkultur zugunsten des Staatstheaters Mainz zurückblicken.

Die Theaterstiftung war im Oktober 2003 von den Theaterfreunden errichtet worden.            Das Gründungskapital hat sich mittlerweile verdreifacht, bleibt aber weiter in einem bescheidenen Rahmen. Die aufgrund der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank niedrigen aktuellen Erträge erforderten einen Tanz auf dem Drahtseil zwischen Rendite und Risiko bei    der Verwaltung der Stiftungsvermögen. Um so wichtiger seien deshalb die Spendeneingänge. Der Stiftungsvorsitzende dankte daher allen Fördernden, denn                                                          „Jede Spende ist groß und großartig !“

In den 15 Jahren der Förderarbeit konnte die Theaterstiftung zusammen rund 450.000 Euro zur Verfügung stellen. Im Jahr 2019 waren das 31.500 €. Dazu kommen noch die Förderausgaben der Stiftung Philharmonisches Staatorchester – 2007 gegründet – mit insgesamt gut 90.000 €.

Für das begonnene Jahr 2020 plant die Theaterstiftung sich aktiv in die beabsichtigte Umbaumaßnahme des Staatstheaters einzubringen. „Unser besonderes Interesse gilt dabei den Verbesserungen für Besucher, insbesondere der neue Aufzug: Es gilt, die Barrierefreiheit für alle Besuchergruppen zu verbessern und ein Manko zu beseitigen“, so Dr.Coridaß.  Angestrebt sei, Spendenmittel unter Inanspruchnahme von zweckgebundenen Rücklagen für einen “besucherorientierter Umbau“ zur Verfügung zu stellen. „Darüber hinaus rechnen wir mit weiteren Zuwendungen für die Umbaumaßnahme. Wir setzen hier auf die Großzügigkeit aus der rheinhessischen Wirtschaft. Die 2020 anstehenden baulichen und gastronomischen Veränderungen werden das Staatstheater besucherfreundlicher machen. Deshalb werden die Theaterbesucher gebeten, ein wenig Geduld und Verständnis aufzubringen, denn solche Umstellungen brauchen etwas Anlauf-Zeit“.

Künstlerischer Förderschwerpunkt sei weiterhin der Theaternachwuchs, sowohl die jugendlichen Besucher wie auch begabte Nachwuchskünstler. Klar ist, daß „Das Kind der Meerjungfrau“, eine Produktion des JUST unterstützt werde; eine Geschichte mit Musik „um Zusammenhalt, Liebe und Akzeptanz.                                                                                                    Mit dem Mainzer Orchester Stipendium M.O.S wurde für die Spielzeit 2019/2020 der Cellist Wei-Cheng Wang ausgezeichnet.

Herzlicher Dank gelte allen Mitstreitern im Vorstand, Beirat und Kuratorium. Dieses ehrenamtliche bürgerschaftliche Engagement gelte es zu stärken, so auch die FAZ: „Ein Theater ist mehr als ein Luxus, den Bürger und Bürgerinnen sich leisten. Es ist Schöpfungsstätte städtischen Empfindens, Ausdruck von Bewußtsein, Pluralität und Selbstwertgefühl“.

Ein Besucherrekord in der Spielzeit 2018/2019 am Staatstheater in Mainz unterstreicht dies. Dieser Erfolg sei dem ganzen Ensemble über alle Sparten geschuldet. Der Stiftungsvorsitzende schloß: „Machen Sie weiter soviel Kunst, Kritik und Komödie, damit diese „unter die Haut gehen“, um das Jahresmotto der Spielzeit 2019/2020 anklingen zu lassen. Theater in all seinen Sparten hat und verdient ihre ideelle und finanzielle ihre Unterstützung. Wir sind gespannt, was das Jahr 2020 uns an glücklichen Momenten, An- und Aufregungen, an Freude und Genuß bringen wird“.

Das anschließende Benefizkonzert zum Neuen Jahr war wieder ein hervorragender Anlaß, um sich am ersten Sonntag nach Neujahr im Staatstheater Mainz zu treffen. Das ausverkaufte Haus zeigt, daß es inzwischen ein Stammpublikum für die Mainzer Form des Neujahrskonzerts gibt.

Generalmusikdirektor Hermann Bäumer hatte ein höchst aktuelles Programm zusammengestellt. Der Abend trug natürlich dem 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven Rechnung. Angesichts des BREXITS klangen – im wahrsten Sinne des Wortes -britische Entwicklungen musikalisch an. Und schließlich: Was wäre ein Neujahrskonzert ohne Musikstücke der Strauß-Dynastie und dem Radetzky-Marsch als Zugabe. Klaus Wallendorf, ein Glücksgriff für die Moderation, kommentierte mit Witz und Ironie.

M.O.S 2019/2020 an Cellist Wei-Cheng Wang

Der vom Philharmonischen Staatsorchester Mainz für das Mainzer Orchester Stipendium M.O.S zur gerade begonnenen Spielzeit ausgewählte Stipendiat Wei-Cheng Wang wurde in Tainan (Taiwan) geboren. Er spielt seit seinem achten Lebensjahr Cello und gewann in seiner Heimat schon in seiner Jugend zahlreiche Solo-und Kammermusikwettbewerbe, sowohl mit seinem Hauptinstrument, Cello, als auch am Klavier. Im Jahr 2009 bestand er mit einer ausgezeichneten Note die Aufnahmeprüfung der Tainan National University of Arts.

Seit dem Jahr 2011 studiert er an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Wen-Sinn Yang. Während seines Studiums wirkte er an zahlreichen Uraufführungen im Bereich der Neuen Musik mit. Außerdem trat er zusammen mit dem Cello-Ensemble „Cellissimo“ unter der Leitung seines Lehrers mehrmals im Rahmen der Odeonskonzerte auf. Mit diesem Ensemble fand auch eine Live-Produktion mit dem Bayrischen Rundfunk statt.

Im Jahr 2015 absolvierte Wang mit einer hervorragenden Note die Abschlussprüfung in München und studierte dort weiter im Master-Studiengang bei Prof. Wen-Sinn Yang. Im Jahr 2017 gewann er das Audition vom Verein YEHUDI MENUHIN Live Music Now. Ab Sommer 2017 studierte er im Kammermusik-Master-Studium (Besetzung: Klaviertrio) bei Prof. Friedemann Berger. 2018 absolvierte er dieses Masterstudium mit Note 1.0 und setzte sein Studium in der Meisterklasse (Konzertexamen) fort.

Wang besuchte Meisterkurse bei David Geringas, Frans Helmerson,Wolfgang Boettcher, Natalia Gutman, Jens Peter Maintz, Peter Bruns , Troels Svane ,Wolfgang Emanuel Schmidt ,Gustav Rivinius und Michael Sanderling.

Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester finanziert das M.O.S, das bereits über zehn Mal ausgelobt wird.