Mainzer Orchester Stipendium an Jonathan Baur

Jonathan Baur, Hornist, erhält für die Spielzeit 2016/2017 das Mainzer Orchesterstipendium M.O.S. Die Stiftung setzt damit im zehnten Jahr ihre Förderung junger Orchestermusikerinnen und -musiker fort, indem sie die Sammlung von Erfahrungen des orchestralen Zusammenspielens in einem größeren Klangkörper unterstützt.

Baur, 1992 im schwäbischen Aalen geboren, begann das Hornspielen im örtlichen Musikverein. In den Jahren 2008-2011 erhielt er an der Stuttgarter Oper Privatunterricht bei Philipp Römer, Solohornist des Staatsorchester Stuttgarts.

Von Oktober 2011 bis Juli 2015 studierte er Bachelor of Music mit Hauptfach Horn bei Prof. Szabolcs Zempléni an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, sowie die Nebenfächer Naturhorn bei Rafael Vosseler und Blasorchesterleitung bei Stefan Halder. Er besuchte zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Prof. Froydis Ree Wekre (Oslo), Prof. André Cazalet (Paris) und Prof. Christian-Friedrich Dallmann (Berlin).

Im Juni 2009 erhielt er beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Essen den 2. Preis und war Sonderpreisträger beim Musikwettbewerb WESPE in Freiburg. Seit dem Sommersemester 2016 studiert er im Master-Studiengang bei Prof. Will Sanders an der Musikhochschule Karlsruhe. Jonathan Baur spielte bereits in vielen namhaften Jugend- und Profiorchestern wie dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg, dem Bundesjugendorchester, dem International Regions Symphony Orchestra, dem La Cetra Barockorchester Basel und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Seit 2014 spielt er als ständige Aushilfe in der Philharmonie Baden-Baden. In der Spielzeit 16/17 ist er Stipendiat in der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen und erhält das von der Stiftung Philharmonisches Orchester Mainz ausgelobte M.O.S. 2016/2017 .

 

Konzert zum Neuen Jahr 2017

 

„Wintermärchen“ wird das Leitmotiv des  traditionellen Mainzer Neujahrskonzert  zugunsten der Stiftung Mainzer Theaterkultur am Sonntag, 8. Januar 2017, 19 Uhr im Großen Haus sein.

Mit Werken u. a. von Frederick Delius, Alexander Glasunow, Karl Goldmark, Edvard Grieg Wilhelm Stennammar und der Strauß-Dynastie unter Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer wird es einen  beschwingter Jahresauftakt mit humorvoll-hintersinnigem Rück -und Ausblick geben.

Klaus Wallendorf ,Berliner Philharmoniker,  Mitglied des Consortium Classicum und German Brass stimmt als  Gelegenheitsliterat und Gebrauchslyriker mit geist- und pointenreichen Wortschöpfungen  auf das Jahr 2017 ein.

https://www.orchester-mainz.de/spielplan/veranstaltungs_uebersicht/detail/5_sonderkonzert

Kartentelefon: 0 61 31 / 28 51-222

Universität und Theater – IN ZUKUNFT: MAINZ

Das von der Theaterstiftung geförderte Kooperationsprojekt von Mainzer Hochschulen   und Staatstheater zur Zukunft des Zusammenarbeitens, -forschens und -lebens in Mainz wurde im Sommer 2016 erfolgreich umgesetzt. IN ZUKUNFT: MAINZ hat in über 30 Veranstaltungen Visionen für die zukünftige Gesellschaft entwickelt.                                     http://www.staatstheater-mainz.com/web/veranstaltungen/in-zukunft-mainz/uebersicht

Zahlreiche Akteurinnen und( Mit-)Macher trafen sich in sehr unterschiedlichen und  vielfältigen Formaten bei Workshops, Vorträgen, Gesprächen bzw. mit Fahrad, beim Picknick, im Theater oder auf dem Campus. Der Tritonplatz, ausgestattet mit Hochbeeten und Baumstämmen, war der Treffunkt der Zukunfts-Pioniere. Die Begegnung von Kunst und Wissenschaft, von Utopie und Wirklichkeit, von Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise das Zusammenleben in Mainz prägen und mitgestalten. „Aus diesen vielfältigen Begenungen haben sich verschiedenste Ideen und bisher unsichtbare Anknüpfungspunkte ergebn, um das Netzwerk der Utopisten und Macher weiterzuspinnen und Knotenpunkte zu festigen“ so Malin Nagel vom Staatstheater und Annika Wehrle von der Johannes Gutenberg-Universität

Die Stiftung Mainzer Theaterkultur ist gespannt, wie sich dieser höchst interessante Projektansatz weiterentwickelt.

Elftes Benefizkonzert zum Neuen Jahr

In seiner Begrüßung der Konzertbesucher am 3. Januar 2016 wies Dr. Michael Coridaß als Vorsitzender auf das Ziel und die Aufgabe der Stiftungen hin, den „Spielraum“ von Theater und Orchester zu erweitern. Das sei – im wahrsten Sinne des Wortes -2014/2015 durch Ausbau und Finanzierung der Spielstätte U 17 gelungen. Zur Stiftungsarbeit leiste der Benefizzuschlag zum Eintrittspreis einen dankenswerten Beitrag.

Mit dem Neujahrskonzert 2015 waren die Feierlichkeiten zum 500 jährigen Jubiläum eines Orchesters in Mainz beendet worden. Das begonnene Jubiläumsjahr 200 Jahre Rheinhessen sei aber auch für das Staatstheater relevant. Der Theaterbau, geplant von Architkt Georg Moller, sei 1833 als „Großherzoglichen Nationalbühne“ entstanden, nachdem 1816 das ehedem kurfürst- und erzbischöfliche Mainz zum Großherzogtum Hessen – Darmstadt gekommen war.

„Theater und Orchester sind erfolgreich, sind hoch geschätzt, zeigen künstlerisches Profil. Sie stärken mit den Inszenierungen den gesellschaftlichen Diskurs und weichen einer Diskussion auch nicht aus“ , so gratulierte er den Künstlern. Mit großem Applaus wurde die Anmerkungen bedacht: „Man habe vor kurzem „Freude schöner Götterfunken“ aus dem Staatstheater vernehmen können. Diese Freude und Frieden gilt Ihnen als Konzertbesucher, allen die bei uns wohnen und leben, und darüber hinaus allen Menschen, die bei uns Sicherheit und Zuflucht suchen.“

Und dann gab GMD Hermann Bäumer den Ton an mit Werken von Johann und Josef Strauß sowie Richard Strauss und Wendelin Weissheimer. Für espritvolle Einsprüche hatte Klaus Wallendorf das Wort.

Neujahrsempfang 2016 für Stifter

Mit einem Empfang der Stiftung Mainzer Theaterkultur und der verbundenen Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz vor dem KONZERT ZUM NEUEN JAHR starteten die beiden Förderinstitutionen ins Neue Jahr. Eingeladen waren die Förderinnen und Förderer, dank deren ideellen und finanziellen Unterstützung die Stiftungen auf ein erfolgreiches Jahr mit vielfältigen Förderprojekten zurückblicken konnten.

Im Namen von Vorstand und Beirat begrüßte der Vorsitzende Dr. Michael Coridaß die Gäste, verbunden mit allen guten Wünschen für das Neue Jahr 2016. „Ich freue mich, daß die Spitzen von Theater und Orchester mit Intendant Markus Müller und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer sowie viele Mitarbeiter unter uns sind. Es macht Freude, mit Ihnen zusammen zu arbeiten.“.

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Der Vorsitzende gab einen kurzen Rück- und Einblick in die Förderprojekte:Die Spielstätte U17, Kern der Förderausgaben2014/2015, bringt in vielerlei Hinsicht Erfolg. Im Vergleich zu Glashaus/Deck 3 könne man vereinfacht sagen: Es konnten doppelt so viele Vorstellungen gespielt, doppelt so viele (überwiegend ganz junge) Besucher erreicht und doppelt so hohe Einnahmen erzielt werden.

Weitere Projekte 2015 mit einer Gesamtsumme von 53.000 € waren tanzmainz festival, die Kinderoper König Hamed und Prinzessin Sherifa, ein Kooperationsprojekt Universität   und Staatstheater zur Zukunft des Zusammenarbeitens, -forschens und -lebens in Mainz.

Auch der Öffentlichkeitsarbeit konnten durch Fortentwicklung des Internet-Auftritts www.theaterstiftung-mainz.de, mittels neuer Flyer und konsequenter Weiterentwicklung des Signets sowie neugestalteter Roll ups neue Impulse verliehen werden. „Tue Gutes und rede darüber“ gelte auch für Stiftungen im gemeinnützigen Bereich.

In 2016 plant die Theaterstiftung wieder eine Produktion im Kinder- und Jugendtheater zu fördern. E s handelt sich um die Uraufführung eines Theaterstücks von Andreas Steinhöfel, entwickelt aus dessen Roman „Anders“.

Die Leistungsfähigkeit der Stiftungen resultiere vielfach aus Spenden, häufig projektbezogen, aber auch aus Zuwendungen, z.B. anläßlich eines runden Geburtstags. Dafür sprach Dr.Coridaß herzlichen Dank aus. Der gelte besonders auch dem Intendanten, der sich aktiv in die Spendenakquisition einschalte: „So können wir ansonsten Unmögliches möglich machen.“

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M.O.S. 2015/2016 an Posaunist

Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester schreibt weiter Jahr für Jahr das Mainzer Orchester Stipendium M.O.S. aus. Nach der Violinistin Esther Owusu für die Spielzeit 2014/2015ist der neunte Stipendiat Henry Van Engen, ein amerikanischer Posaunist.

Henry Van Engen begann Posaune zu spielen als er 8 Jahre alt war. Er machte seinen Bücherabschluß am Oberlin Conservatory in den USA, wo er sowohl Interesse an Alter Musik als auch an Neuer Musik entwickelte. Während seines Bachelorstudiums spielte Henry in der Carnegie Hall und wurde als ein junger Künstler zum Atlantic Music Festival in Maine, USA, eingeladen.

Danach ging er für sein Masterstudium an die Musikhochschule Trossingen, wo er bei Professor Abbie Conant studiert. Neben seiner Mitarbeit im Staatsorchester Mainz spielt er im Posaunen-Quartett ‚Ensemble Öfro‘ und erarbeitet mit der amerikanischen Organistin Katelyn Emerson ein Programm mit Musik der französischen Romantik, das kommenden Juli bei einem Konzert in der Kathedrale von Limoges präsentiert werden wird.

Kuratoriumssitzung: Stiftungsprojekte auf gutem Weg

Das Stiftungskuratorium hat am 26. November 2015 unter Vorsitz von Herrn Wolfgang Merzbach über die Förderarbeit 2014/2015 beraten. Dem Gremium kommt nach der Stiftungssatzung die Aufgabe zu, den Vorstand bei der Festlegung der strategischen Ziele und Prioritäten der Stiftungsarbeit zu beraten und den Jahresabschluß zu prüfen.

2014 hatte der Aufbau und Finanzierung der neuen Spielstätte U17 im Fokus gestanden. 2015 konzentrierte sich die Unterstützung auf das tanzmainz festival, das JUST mit der „Kinderoper “König Hamed und Prinzessin Sherifa“ sowie ein Kooperationsprojekt der Theaterwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität mit dem Staatstheater zur Zukunft des Lebens in Mainz.

Schatzmeister Udo Kaufhold erläuterte den Jahresabschluß 2014 mit einem Fördervolumen von insgesamt 202.000 €. Auch konnte eine Rücklage für die Stiftungsarbeit der beiden nächsten Jahre gebildet werden. Einstimmig wurde der Vorstand durch das Kuratorium entlastet. Der Vorsitzende dankte dem Vorstand für die umfassende und erfolgreiche ehrenamtlich geleistete Arbeit.

Für 2016 ist geplant, eine Produktion vorrangig im Kinder- und Jugendtheater zu fördern. Intendant Markus Müller wird hierzu einen Förderantrag stellen.

Das Kuratorium der Theaterstiftung zollte einmütig seine große Anerkennung der über Staatstheater, Gutenbergplatz und Mainz hinaus vernommen Chorprobe mit „Freude schöner Götterfunken“ als Manifestation gesellschaftlich-kulturellen Engagements der Theater- und Orchestermitarbeiter gegen Fremdenfeindlichkeit.