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M.O.S. 2015/2016 an Posaunist

Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester schreibt weiter Jahr für Jahr das Mainzer Orchester Stipendium M.O.S. aus. Nach der Violinistin Esther Owusu für die Spielzeit 2014/2015ist der neunte Stipendiat Henry Van Engen, ein amerikanischer Posaunist.

Henry Van Engen begann Posaune zu spielen als er 8 Jahre alt war. Er machte seinen Bücherabschluß am Oberlin Conservatory in den USA, wo er sowohl Interesse an Alter Musik als auch an Neuer Musik entwickelte. Während seines Bachelorstudiums spielte Henry in der Carnegie Hall und wurde als ein junger Künstler zum Atlantic Music Festival in Maine, USA, eingeladen.

Danach ging er für sein Masterstudium an die Musikhochschule Trossingen, wo er bei Professor Abbie Conant studiert. Neben seiner Mitarbeit im Staatsorchester Mainz spielt er im Posaunen-Quartett ‚Ensemble Öfro‘ und erarbeitet mit der amerikanischen Organistin Katelyn Emerson ein Programm mit Musik der französischen Romantik, das kommenden Juli bei einem Konzert in der Kathedrale von Limoges präsentiert werden wird.

Kuratoriumssitzung: Stiftungsprojekte auf gutem Weg

Das Stiftungskuratorium hat am 26. November 2015 unter Vorsitz von Herrn Wolfgang Merzbach über die Förderarbeit 2014/2015 beraten. Dem Gremium kommt nach der Stiftungssatzung die Aufgabe zu, den Vorstand bei der Festlegung der strategischen Ziele und Prioritäten der Stiftungsarbeit zu beraten und den Jahresabschluß zu prüfen.

2014 hatte der Aufbau und Finanzierung der neuen Spielstätte U17 im Fokus gestanden. 2015 konzentrierte sich die Unterstützung auf das tanzmainz festival, das JUST mit der „Kinderoper “König Hamed und Prinzessin Sherifa“ sowie ein Kooperationsprojekt der Theaterwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität mit dem Staatstheater zur Zukunft des Lebens in Mainz.

Schatzmeister Udo Kaufhold erläuterte den Jahresabschluß 2014 mit einem Fördervolumen von insgesamt 202.000 €. Auch konnte eine Rücklage für die Stiftungsarbeit der beiden nächsten Jahre gebildet werden. Einstimmig wurde der Vorstand durch das Kuratorium entlastet. Der Vorsitzende dankte dem Vorstand für die umfassende und erfolgreiche ehrenamtlich geleistete Arbeit.

Für 2016 ist geplant, eine Produktion vorrangig im Kinder- und Jugendtheater zu fördern. Intendant Markus Müller wird hierzu einen Förderantrag stellen.

Das Kuratorium der Theaterstiftung zollte einmütig seine große Anerkennung der über Staatstheater, Gutenbergplatz und Mainz hinaus vernommen Chorprobe mit „Freude schöner Götterfunken“ als Manifestation gesellschaftlich-kulturellen Engagements der Theater- und Orchestermitarbeiter gegen Fremdenfeindlichkeit.

PK Scheckübergabe Konrad 2015-07-17 (2)Dr. Walter Konrad hatte anläßlich seines 80. Geburtstags sich Geschenke in Form von Spenden an die Stiftung des Gutenbergmuseums bzw. die Stiftung Mainzer Theaterkultur gewünscht.

Anläßlich der Übergabe von zwei Schecks von  je 1.700 € an die beiden Stiftungen dankte Dr. Coridaß herzlich für die Theaterstiftung, wobei er Zuwidmung als besondere Anerkennung für die Arbeit des Staatstheaters in Mainz  betrachtet.  Mit dieser Zuwendung werde das Kinder- und Jugendtheater, aktuell die zeitgenössische Kinderoper Köng Hamed und Prinzessin Sherifa, unterstützt.

„Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ Dieser Gedanken von Franz Kafka  sei so schön und  so treffend für Dr. Konrad. Mit seinem breiten künstlerischen Interesse und Engagement sei und bleibe er  ein prägender Repräsentant für Kultur in Mainz.

Herzliche Anerkennung und Dank gelte  auch für das Beispiel, einen Geburtstag oder ein Jubiläum nicht nur zu feiern, sondern auch mit der Kulturförderung zu verbinden.

…. nicht früh genug anfangen

Unter dem Motto „500 Jahre für Mainz“ blickte das Philharmonische Staatsorchester im Jahr 2014 auf die Wurzeln der Mainzer Orchesterkultur zurück. Anlass genug, allen in diesem Jahr in Mainz geborenen Kindern eine musikalische Patenschaft anzubieten nach der Devise „man kann nicht früh genug anfangen“.

Über 1000 Kinder wurden von ihren Eltern zu dieser Patenkindaktion angemeldet,  die  von der Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz finanziell unterstützt wird. Als Begrüßungsgeschenk erhielten sie eine vom Mainzer Staatsorchester eingespielte CD mit einem der schönsten klassischen Werke für Kinder: „Peter und der Wolf“.

Damit war die Patenschaft besiegelt. Seitdem begleitet das Philharmonische Staatsorchester Mainz seinen „Jubeljahrgang 2014“ über die ersten sechs Lebensjahre mit altersgerechten Konzerten. Nach dem ersten Konzerterlebnis bei einem Krabbelkonzert mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart wachsen die musikalischen Angebote mit den Patenkindern. Dabei sind die die Kleinen Gäste des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz; den Begleitpersonen bieten sich ermäßigte Eintrittspreise.

Im Jahr 2020 endet die Patenschaft mit einem großen Orchesterkonzert.

Außergewöhnliches Stiftungsjahr 2014

Auf ein außerordentlich hohes Fördervolumen für 2014 konnte der Stiftungsvorstand in seine Sitzung am 7. Mai 2015, an der auch Intendant Markus Müller und Geschäftsführer Volker Bierwirth teilnahmen, zurückblicken.
Die Stiftung Mainzer Theaterkultur konnte sich bei der Finanzierung und organisatorisch Abwicklung des Auf- und Ausbaus der neuen Spielstätte U 17 einschalten. Aus projektbezogenen Spendenaufkommen und eigenen Fördermitteln wurden 236.000 € (davon 47.000 € 2015) dem Staatstheater zur Verfügung gestellt. Das Förderprojekt Sprecherziehung für junge SchaulspielerInnen läuft bei der Stiftung aus und wird von den Theaterfreunde e.V. übernommen und fortgeführt.
Der Stiftungsvorsitzende Dr. Coridaß dankte dem Staatstheater für eine optimale Zusammenarbeit, was auch in der Pressekonferenz und Eröffnungsveranstaltung zu U 17 deutlich wurde.

2003 wurde die Theaterstiftung mit 36.000 € Gundstockvermögen errichtet. Dieses ist inzwischen durch Zustiftungen auf 94.000 € angewachsen. Angesichts der niedrigen Renditen am Kapitalmarkt ist es besonders erfreulich, daß die Aktivitäten der Stiftung durch freie oder projektbezogene Spenden von Bürgerinnen und Bürgern sowie der heimischen Unternehmen mitgetragen werden. Der Vorstand hofft, daß auch durch Vermächtnisse und Erbschaften die finanzielle Grundlage der Stiftung weiter ausgebaut werden kann.
Als Stiftungsprojekte 2015 ist die Förderung des tanzmainz festivals #1 sowie einer Produktion vorrangig im Kinder- und Jugendtheater in Aussicht genommen.

20.135 Euro für das Orchester

In seiner Frühjahrssitzung am 7. Mai 2015 konnte der Beirat als Leitungsgremium  auf ein erfolgreiches Jahr 2014 für die Stiftung  Philharmonisches Staatsorchester zurückblicken. Herzlicher Dank galt allen Spendern aus Wirtschaft und Bürgerschaft für ihr Interesse an der Arbeit des Staatsorchesters in Mainz.
Förderausgaben von insgesamt 20.135 € konzentrierten sich auf die Ausstellung anläßlich 500 Jahre Orchester in und für Mainz sowie das Mainzer Orchester Stipendium M.O.S. Die Einnahmen aus Spenden, Zuweisungen und Kapitalerträgen betrugen 18.418 €. Das Gesamtvermögen der Orchesterstiftung per 31.12. 2015 beläuft sich auf 204.696 €.
Der Beirat genehmigte die Jahresrechnung und sprach die Entlastung für Schatzmeister Udo Kaufhold und Vorsitzenden Michael Coridaß aus.
Auf Basis einer Übersicht zu aktuellen Kapitalanlagenvorschlägen erörterte der Beirat die schwierige Anlagesituation angesichts des niedrigen Zinsniveaus. Das voraussichtliche Fördervolumen für 2015 wird nach derzeitigen Planungen ca. 10.000 €  umfassen.

Kinderoper الملك Hamed und الأميرة Sherifa

„Schlaue Prinzessin besteht Männertest“ so titelt die Allgemeine Zeitung Mainz den Bericht über die Uraufführung von König Hamed und Prinzessin Sherifa, einem „sehr buntem, schnell rhythmischen Stück, in dem auch der Wortwitz der Erzähler nicht zu kurz kommt“.

Die Stiftung Mainzer Theaterkultur setzt mit einem Zuschuß von 8.000 € zu dieser Auftragskomposition von Zad Moultaka ihre Förderung von (zeitgenössischen) Musiktheaterwerken für Kinder und Jugendliche fort.
Die Stiftung unterstützt dabei das Staatstheater, Kindern und Jugendlichen durch eigens für das jeweilige Publikum entwickelte Werke zu begeistern. Diese sollen „zeigen, dass Musiktheater eine lebendige und an der Gegenwart orientierte Kunstform ist, die Kinder und Jugendliche nicht in erster Linie als ein Publikum von morgen anspricht, sondern vor allem als ein Publikum von heute, für das wir Musiktheater von heute spielen wollen“ so Intendant Markus Müller. Mit altersgerechten Konzepten und Formaten soll thematisch an die Erfahrungen der Kinder angeknüpft und in neuen Werken Erzählweisen entdeckt werden“, erläutert Intendant Markus Müller. Weiterlesen