Archiv des Autors:

Mainzer Orchesterstipendium

Die Stiftung Philharmonisches Staatsorchester Mainz vergibt seit 2007 in jedem Jahr ein Stipendium an talentierte Nachwuchsmusikerinnen und -musiker. Die Auswahl erfolgt durch das Staatsorchester. Die Höhe des Stipendiums beträgt 4.800 €.

Die bisherigen Stipendiaten sind:

  • Benja-Raluca Barbu/ Violine (2007/2008)
  • Alexander Großpietsch/ Trompete (2008/2009)
  • Cordula Schnorr/ Flöte (2009/2010)
  • Lukas Sieber / Cello (2010/2011)
  • Jan Westermann / Schlagzeug (2011/2012)
  • Hwan-Hee Lee / Klarinette (2012/2013)
  • Elisa Gomez Casado / Viola (2013/2014)
  • Esther Owusu / Violine (2014/2015)
  • Henry Van Engen / Posaune (2015/2016)
  • Jonathan Baur / Horn (2016/2017)
  • Philipp Nadler / Fagott (2017/2018)
  • Benoit Maurer / Trompete (2018/2019)
  • Wei-Cheng Wang / Cello (2019/2020)
  • Fang-Jiu Liu / Fagott (2021/2022)
Dieser Beitrag wurde am von unter Allgemein veröffentlicht.

Barockbögen für das Orchester

Die Stiftung des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz hat dank einer großzügigen Spende der Mainzer Volksbank (MVB) alle Streicher des Staatsorchesters mit Barockbögen ausgestattet. Im Sinne der historischen Aufführungspraxis werden sie ab sofort bei Barockwerken und (früh)klassischen Werken eingesetzt.

Uwe Abel, Hermann Bäumer und Dr. Michael Coridaß inmitten der Streichergruppe des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz bei der Übergabe der Barockbögen
Anläßlich der offiziellen Übergabe der neuen Barockbögen am Dienstag, 22. Mai 2011 im Orchestersaal des Staatstheaters Mainz begrüßte GMD Hermann Bäumer den
Vorstandsvorsitzenden der Mainzer Volksbank Uwe Abel und Dr. Michael Coridaß als Beiratsvorsitzenden der Orchesterstiftung. Der Generalmusikdirektor bedankte sich für die großzügige Spende: „Das ist eine Investition in die Zukunft, denn so erfährt unser Spiel barocker Musik eine qualitative Verbesserung“.

Den Streichern war die Freude über das neue Spielgefühl schon in der Probe von Mozarts Oper Così fan tutte anzusehen. Bei Werken aus der Zeit Bachs und Haydns greift man heute oft auf die meist nachgebauten, kürzeren und leicht gerundeten Bögen zurück. Mit ihrem geringeren Gewicht und der besseren Handhabung auf engem Raum fällt die Artikulation der Alten Musik und das Spielen schnellerer Passagen leichter, der Klang wird bertonreicher und schlanker. Am Staatstheater Mainz werden die neuen Bögen ab sofort bei den Aufführungen von Scarlattis Il primo Omicidio overo Cain sowie von Mozarts Così fan tutte eingesetzt.

Den Kontakt zwischen der MVB und dem Staatsorchester hatte der Stiftungsvorsitzende Dr. Michael Coridaß hergestellt, für den die Anschaffung der Barockbögen bestens in das Konzept der Orchesterstiftung paßt. Barockopern seien inzwischen zu einem Markenzeichen der Mainzer Musikszene geworden. Die Stiftung begreift sich als Medium zwischen dem Orchester als Kulturbetrieb und Mainzer Bürgern bzw. Unternehmen. „Unser Institut, das so stark in der Region verwurzelt ist, engagiert sich gerne und umfangreich, auch und gerade für das Mainzer Orchester“, so Abel. „Es ist schön zu sehen (und zu hören), wohin das Geld gegangen ist.

Stiftungen und Genossenschaften haben, so Dr. Coridaß, eine gemeinsame Grundüberzeugung nach dem Leitspruch; „Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen
viele.“ Nicht nur Musik genießen, erleben – sondern auch Musik unterstützen, das ist das gemeinsame Anliegen von Stiftern und Förderern der Mainzer Orchesterstiftung.

Das Engagement von Bürgern und Wirtschaft der Region werde so zu einer wirksamen finanziellen Unterstützung des Mainzer Staatsorchesters zusammen gefaßt. Die Spende der Mainzer Volksbank eG anläßlich deren 150 jährigen Bestehens sei Beispiel gebend. Besonderer Dank gelt Herrn Abel, der auch durch die Wahl des Mainzer Staatstheaters für die Jubiläumsveranstaltung, die Bedeutung von Theater und Orchester für die Landeshauptstadt und den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Mainz unterstrichen hat.