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Theaterstiftung fördert Jugendtheater: ALLES MUSS RAUS!

Die diesjährige Jugendclubproduktion ALLES MUSS RAUS! (Spielleitung Anna Scherer, Mirko Schombert) beinhaltet ein Stadtspaziergang. Trotz Öffentlichkeit ergibt sich ein hohes Maß an Intimität, wenn die Darsteller mit den Zuschauern mit Kopfhörern sich in einem durch Mainz bewegen. Die Anschaffung der Kopfhöher finanzierte die Stiftung Mainzer Theaterkultur. Jugendliche gehen raus. Sie machen die Stadt zur Bühne und führen in einem interaktiven Audio-Walke durch Mainz, das Heimat oder Zwischenstation sein kann. Sie berichten von Erinnerungen und Erlebnissen, die wie wie Kaugummi an den Straßen, Ecken und Plätzen kleben und werden dort bleiben – auch wenn die Jugendlichen erwachsen und vielleicht schon längst weitergezogen sind? Die Zuschauer „erlaufen“ sich gemeinsam mit den Darstellern die verschiedenen Handlungsorte, werden dabei aktiv in das Geschehen eingebunden. Wie empfinden sie diese Stadt, ihr Leben in diesem Mainz mit seinen Widersprüchen?

Matinee 10 Jahre Theaterstiftung

Zehn Jahre Theaterstiftung Mainz

Wenn die öffentlichen Mittel immer knapper werden, wenn die Budgets der Theater nicht nur in Mainz an ihre Grenzen stoßen, wenn künstlerische Aktivitäten zusätzliche private Mittel benötigen, dann ist es Zeit für bürgerschaftliches Engagement. So hat 2003 die Gesellschaft der Freunde des Mainzer Theaters – die selbst auf ein 40-jähriges Bestehen zurückblicken kann – eine gemeinnützige Stiftung mit einem Startkapital von 25.000 € errichtet.

Besonderes möglich machen / Matinee zum Geburtstag

Anläßlich der Jubiläumsmatinee am 21. September 2013 im Kleinen Haus des Staatstheaters – launig- locker moderiert von Kammersänger Jürgen Rust – dankte der Stiftungsvorsitzende Dr. Michael Coridaß den vielen Menschen und Unternehmen aus Mainz und Rheinhessen, die am Auf- und Ausbau der Stiftung Mainzer Theaterkultur mitgewirkt haben.

Zusammen mit der Stiftung Philharmonisches Staatsorchester stehen so ein Förderkapital von insgesamt über 300.000 € zur Verfügung, um Besonderes in Theater und Konzert zu ermöglichen. Das sei großartig und bescheiden zugleich, so der Stiftungsvorsitzende, aber doch sei erst ein kleines Stück des Weges gegangen mit dem Ziel, „ansonsten Unmögliches möglich zu machen!“ Musikalisch begleitet wurde die Matinee von der Pianistin Nina Tichmann und Mitgliedern des Jungen Ensembles am Staatstheater.

Ein Appell des Stiftungsvorstandes geht an alle, die in Mainz oder anders wo Theaterkunst schätzen. Es gibt viele schöne Anlässe, das Theater und seine Stiftung zu bedenken: seien es runde Geburtstage, Jubiläen privat oder geschäftlich. „Nehmen sie Ihren Gästen die Sorge und Mühen bei einer Geschenkauswahl ab und widmen Sie Spenden anläßlich Ihrer Feier dem Theater und seiner Stiftung!“, so Dr. Coridaß. „Man tut zweifach Gutes, einmal dem Stiftungsvermögen, zum andern der Steuerklärung des Schenkenden.“ Vielfach würden aber auch Stiftungen im Rahmen von Nachlässen und Testamenten bedacht. Hier wirkt das Wohlwollen des Stifterin oder Stifters weiter und weiter.

Barockbögen für das Orchester

Die Stiftung des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz hat dank einer großzügigen Spende der Mainzer Volksbank (MVB) alle Streicher des Staatsorchesters mit Barockbögen ausgestattet. Im Sinne der historischen Aufführungspraxis werden sie ab sofort bei Barockwerken und (früh)klassischen Werken eingesetzt.

Uwe Abel, Hermann Bäumer und Dr. Michael Coridaß inmitten der Streichergruppe des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz bei der Übergabe der Barockbögen
Anläßlich der offiziellen Übergabe der neuen Barockbögen am Dienstag, 22. Mai 2011 im Orchestersaal des Staatstheaters Mainz begrüßte GMD Hermann Bäumer den
Vorstandsvorsitzenden der Mainzer Volksbank Uwe Abel und Dr. Michael Coridaß als Beiratsvorsitzenden der Orchesterstiftung. Der Generalmusikdirektor bedankte sich für die großzügige Spende: „Das ist eine Investition in die Zukunft, denn so erfährt unser Spiel barocker Musik eine qualitative Verbesserung“.

Den Streichern war die Freude über das neue Spielgefühl schon in der Probe von Mozarts Oper Così fan tutte anzusehen. Bei Werken aus der Zeit Bachs und Haydns greift man heute oft auf die meist nachgebauten, kürzeren und leicht gerundeten Bögen zurück. Mit ihrem geringeren Gewicht und der besseren Handhabung auf engem Raum fällt die Artikulation der Alten Musik und das Spielen schnellerer Passagen leichter, der Klang wird bertonreicher und schlanker. Am Staatstheater Mainz werden die neuen Bögen ab sofort bei den Aufführungen von Scarlattis Il primo Omicidio overo Cain sowie von Mozarts Così fan tutte eingesetzt.

Den Kontakt zwischen der MVB und dem Staatsorchester hatte der Stiftungsvorsitzende Dr. Michael Coridaß hergestellt, für den die Anschaffung der Barockbögen bestens in das Konzept der Orchesterstiftung paßt. Barockopern seien inzwischen zu einem Markenzeichen der Mainzer Musikszene geworden. Die Stiftung begreift sich als Medium zwischen dem Orchester als Kulturbetrieb und Mainzer Bürgern bzw. Unternehmen. „Unser Institut, das so stark in der Region verwurzelt ist, engagiert sich gerne und umfangreich, auch und gerade für das Mainzer Orchester“, so Abel. „Es ist schön zu sehen (und zu hören), wohin das Geld gegangen ist.

Stiftungen und Genossenschaften haben, so Dr. Coridaß, eine gemeinsame Grundüberzeugung nach dem Leitspruch; „Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen
viele.“ Nicht nur Musik genießen, erleben – sondern auch Musik unterstützen, das ist das gemeinsame Anliegen von Stiftern und Förderern der Mainzer Orchesterstiftung.

Das Engagement von Bürgern und Wirtschaft der Region werde so zu einer wirksamen finanziellen Unterstützung des Mainzer Staatsorchesters zusammen gefaßt. Die Spende der Mainzer Volksbank eG anläßlich deren 150 jährigen Bestehens sei Beispiel gebend. Besonderer Dank gelt Herrn Abel, der auch durch die Wahl des Mainzer Staatstheaters für die Jubiläumsveranstaltung, die Bedeutung von Theater und Orchester für die Landeshauptstadt und den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Mainz unterstrichen hat.